Bezirksentscheid in Unterfranken
Die Fachjury hat die Entscheidung getroffen!

Die Bewertungskommission begutachtet einen Dorfweiher in Unterfranken.
Die Bewertungkommission hat vom 20. bis 28. Juni zwölf Orte in Unterfranken besucht. Die Jury war beeindruckt vom hohen Engagement der Dorfgemeinschaften, die sich sehr gut auf diesen Wettbewerb vorbereitet hatten. Durch die Entwicklung bespielgebender Einzelprojekte, die Nutzung regenerativer Energien und durch die Gründung sozialer und kultureller Treffpunkte, rüsten sich die Dörfer erfolgreich für ihre Zukunft.

Die Fachjury vergab die Goldmedaille an:

Die Fachjury vergab die Silbermedaille an:

Die Fachjury vergab die Bronzemedaille an:

Im sozialen Bereich ist die hohe Anzahl von Vereinen beeindruckend und wie die Gemeinden es durch vereinsübergreifende Zusammenarbeit schaffen, große Projekte zu stemmen. Dorfläden ersetzen mancherorts die fehlende Nahversorgung und werden zu einem Treffpunkt für alle Generationen. Im kulturellen Sektor ist in allen bereisten Orten eine intensive Beschäftigung mit der Frage der Identität der dörflichen Gemeinschaft feststellbar, die dazu führt, dass sich die Dorfgemeinschaft stabilisiert und nicht nach kurzfristigen Erfolgen hascht.
Der Bewertungspunkt Baugestaltung/Bauentwicklung legt das Hauptaugenmerk auf den Zustand und den Umgang mit denkmalgeschützter, ortsbildprägender Bausubstanz, sowie auf die Wirkung öffentlicher und privater Baumaßnahmen. Häufig gelingt es, auch modernes Bauen behutsam in ein gewachsenes Ensemble zu integrieren. Die Verwendung umweltfreundlicher und ortstypischer Baumaterialien, der Einsatz erneuerbarer Energien, die Vermeidung von Leerständen im Ortskern sowie die Gestaltung von Neubaugebieten unter Berücksichtigung eines ressourcenschonenden Flächenverbrauchs spielt in allen Gemeinden eine wichtige Rolle. Zunehmend finden sich die einzelnen Dörfer in regionalen Allianzen zusammen und stellen sich gemeinsam den Herausforderungen des demografischen Wandels.
Auch das Grün in und außerhalb der Ortschaft floss in die Bewertung mit ein. In den Dörfern ist eine große Wertschätzung dieser Grünstrukturen zu erkennen. Vielfältig gestaltete Pflanzbeete, gewachsene Baumstrukturen und eine ausgeprägte Liebe zur dörflichen Gartenkultur unterstreichen in vielen Fällen die baulichen Besonderheiten in den Orten. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Anlage und Pflege der Grünflächen in hohem Maße vom ehrenamtlichen Engagement getragen werden.
Auch wird erkannt, dass eine vielfältige Kulturlandschaft das Resultat eines gelungenen Miteinanders von Landwirtschaft, Naturschutz, Naherholung und Tourismus ist. Die Besonderheiten der jeweiligen Fluren werden durch angepasste Projekte und Programme gesichert und weiterentwickelt. Bei der Waldbewirtschaftung werden gezielt klimatolerante Arten gefördert. Die Maßnahmen zum Erhalt und zur Ausweitung der Streuobstwiesen sind beispielgebend.
Bewertungskommission in Untermerzbach.

Untermerzbach

Bewertungskommission in Rügheim.

Rügheim

Bewertungskommission in Rothenbuch.

Rothenbuch

Bewertungskommission in Großbardorf vor einem vorbildlich renovierten alten Gebäude.

Großbardorf